Home
Interest calculator
calcolo interessi
Kalkulator odsetek
Geld und Zinsen - Blog

Unbenannte Seite
Grundlagen zum Darlehen:


Definition: Ein Darlehen ist ein Vertrag zwischen dem Darlehensnehmer und dem Darlehensgeber. Der Darlehensgeber überlässt dem Darlehensnehmer eine bestimmte Geldsumme für eine bestimmte Zeit. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich, die Geldsumme und im Normalfall die Zinsen bei Fälligkeit zurückzuzahlen.

In §488 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches werden die Pflichten aus dem Darlehensvertrag geregelt: Artikel 1: Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten.

Artikel 2: Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuerstatten ist, bei der Rückerstattung zu entrichten.

Artikel 3: Ist für die Rückerstattung des Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Sind Zinsen nicht geschuldet, so ist der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung zur Rückerstattung berechtigt.



Arten von Darlehen:
  • Nach Art der Überlassung:
    • Sachdarlehen: Es wird eine Sache als Darlehen überlassen; diese Art von Darlehen kommt praktisch nicht mehr vor
    • Gelddarlehen: Gegenstand des Darlehens ist die Überlassung von Geld

  • Nach der Rückzahlung:
    • Endfälliges Darlehen: Die Geldsumme ist am Ende der vereinbarten Laufzeit zurückzuzahlen. Je nach Vereinbarung werden die Zinsen laufend, z. B. jedes Jahr oder mit der Darlehenssumme am Ende der Laufzeit gezahlt.
    • Annuitätendarlehen: Das Darlehen wird durch die Zahlung von gleichbleibenden regelmäßigen Raten, auch Annuitäten genannt, zurückgezahlt. Die Annuität enthält den Zinsanteil und den Tilgungsanteil. Da immer das aushaftende Kapital verzinst wird, ist am Beginn der Laufzeit der Zinsanteil höher als am Ende der Laufzeit, während der Tilgungsanteil der Rate im Laufe der Zeit zunimmt.
    • Tilgungsdarlehen: Die Tilgung bleibt konstant, die Zinsen werden aus dem Restkapital berechnet. Dadurch verringern sich die Raten mit der Laufzeit.

  • Nach der Besicherung:
    • Unbesichertes Darlehen (Blanco Darlehen): Das Darlehen wird im Vertrauen auf die Zahlungswürdigkeit des Darlehensnehmers ohne Besicherung gewährt.
    • Hypothekardarlehen: Als Sicherstellung für die Zurückzahlung des Darlehens dient eine Hypothek. Diese Art der Sicherstellung ist bei Wohnungsfinanzierungen üblich.
    • Bürgschaftsdarlehen: Für den Fall, dass der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, wird vereinbart, dass eine dritte Person die Bürgschaft übernimmt. In diesem Falle muß der Bürge die Verpflichtungen des Darlehensnehmers übernehmen.
    • ...

  • Nach dem Zweck:
    • Wohnbaudarlehen: Der Zweck ist die Finanzierung einer Wohnung oder eines Hauses.
    • Investitionsdarlehen: Es wird eine Investition finanziert
    • Konsumkredit: Das Geld wird zum Kauf von Konsumgütern benötigt.
    • ...

Sicherstellung:

Zur Sicherung des Darlehens können Sicherheiten gestellt vereinbart werden. Diese können, sollte der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen zur Rückzahlung nicht nachkommen, verwertet werden. Damit kann der Darlehensgeber das Risiko begrenzen. Die häufigsten sind:


Kosten:

Neben den  Zinsen, sind verschiedene (versteckte) Kosten zu beachten. Die wichtigsten Nebenkosten sind:

  • Kosten für die Sicherstellung: Verschiedene Kosten können durch die Besicherung entstehen wie z. B. Kosten für die Eintragung einer Hypothek, Kosten für eine Restschuldversicherung, Kosten für die Verpfändung von Gütern usw.
  • Vertrags- Eröffnungs- und Bearbeitungsgebühren: Je nach Vereinbarung können unterschiedliche Gebühren verlangt werden.
  • staatliche Gebühren: Je nach Land müssen verschieden hohe Gebühren entrichtet werden.
  • Kosten pro Rate

Zum Vergleich verschiedener Angebote kann der effektive Zinssatz nach PAngV (Preisangabeverordnung) errechnet werden. Gut eignet sich dazu der Darlehensrechner. Die Kosten, die bereits bei der Eröffnung anfallen (Gebühren, Steuern, Kosten für die Sicherstellung usw.) werden im Feld "Anfangskosten", eventuelle Kosten pro Rate, die Laufzeit und die Annuität werden ebenfalls in die entsprechenden Felder eingetragen. Die Berechnung ergibt den effektiven Zinssatz, der dann mit anderen Finanzierungsangeboten verglichen werden kann.



Unbenannte Seite