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Geld und Zinsen - Blog
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Über gesetzliche Zinsen, Verzugszinsen und dem Basiszinssatz:


Die folgenden Ausführungen gelten für Deutschland. Für Österreich und andere europäische Länder sind die Regelungen grundsätzlich gleich, es gelten aber andere Basiszinssätze und Aufschläge und damit andere Verzugszinssätze.

Der Gläubiger hat Anspruch auch Verzugszinsen, wenn der Schuldner eine Geldschuld nicht zur Fälligkeit bezahlt. Die Höhe der Verzugszinsen hängt von der Art des Geschäftes und von der Höhe des gesetzlichen Zinssatzes ab. Die Höhe des Verzugszinssatzes berechnet sich aus dem gesetzlichem Zinssatz zuzüglich einem Aufschlag von 5 Prozent bei Verbrauchergeschäften und 8 Prozent bei geschäften zwischen Geschäftsleuten.

Der gesetzliche Zinssatz wird im Bürgerlichem Gesetzbuch geregelt, war seit dem 01.01.1900 bis 31.12.1998 unverändert 4% für Verbrauchergeschäfte und 5% für Handelsgeschäfte. Mit dem Euro und der Europäischen Zentralbank wurde der Basiszinssatz eingeführt und der Verzugszinssatz an dessen Höhe gekoppelt. Während einer Übergangszeit von 01.01.1999 bis 30.04.2000 blieb der Verzugszinssatz noch bei 4% bzw. 5%, ab 01.05.2000 bis 31.12.2001 war der Aufschlag für Verbraucher und Handelsgeschäfte einheitlich 5%, danach gilt ein Aufschlag von 5% für Verbrauchergeschäfte und 8 Prozent für Handeslgeschäfte.



Eine Tabelle der Basiszinsätze und der gesetzlichen Zinssätze finden Sie hier.
Hinweis: In eingen Fällen können auch höhere Verzugszinsen geltend gemacht werden, insbesondere wenn eine vertragliche Vereinbarung höhere Verzugszinsen vorsieht, oder der Gläubiger beweisen kann, dass ihm durch die fehlende Zahlung ein Zinsverlust entstanden ist, sei es, dass er bei rechtzeitiger Zahlung einen höheren Zinsertrag erhalten hätte oder dass er höhere Kreditzinsen aufwenden mußte, die er bei rechtzeitiger Zahlung hätte vermeiden können. In diesen Fällen können die entgangenen bzw. entstandenen Zinsen geltend gemacht werden.

Kapitalisierung: Grundsätzlich können Zinseszinsen von Verzugszinsen nicht vom Schuldner verlangt werden. Ausnahmen können Bankgeschäfte oder vertragliche Vereinbarungen sein.

Tageberechnung: Die Tage werden bei Verzugszinsen in Deutschland grundsätzlich 30/360 gerechnet, d. h. das Monat wird mit 30 Tagen, das Jahr mit 360 Tagen gerechnet, ist aber nicht eindeutig festgelegt. Weitere Informationen erhalten sie hier. In anderen Ländern sind auch andere die Regelungen möglich. Ausnahmen können Bankgeschäfte oder vertragliche Vereinbarungen sein.

Verzugsschäden: Ab Zahlungsverzug können Ausgaben für die Eintreibung von Forderungen, als Verzugsschaden gemacht werden. Solche Kosten sind z. B. Portokosten, Verzugszinsen, Rechtsanwaltskosten, Gerichtskosten usw.



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